Das unmögliche Objekt Gesellschaft

Vortrag des Düsseldorfer Soziologen Oliver Marchart im Kolloquium „Politische Theorie“. Dienstag, 3.12, 18 Uhr, Campus Westend

Veröffentlicht am: Donnerstag, 28. November 2013, 15:09 Uhr (292)

FRANKFURT. Im Kolloquium “Politische Theorie” an der Goethe-Universität hält Prof. Oliver Marchart, Professor für Soziologie an der Kunstakademie Düsseldorf, einen öffentlichen Vortrag mit dem Titel “Das unmögliche Objekt Gesellschaft. Zur Wiedererfindung von Gesellschaftstheorie als Theorie des Politischen”.

Es gibt schlechterdings kein Konzept, das unter Sozialwissenschaftler(inne)n umstrittener wäre als der eigene Grundbegriff. Gilt er den einen als unverzichtbar, so halten ihn die anderen für überflüssig oder gar schädlich. Entlang der Kämpfe um dieses so notwendige wie unmögliche Objekt „Gesellschaft“ präsentiert Oliver Marchart, dessen Monographie „Die politische Differenz. Zum Denken des Politischen bei Nancy, Lefort, Badiou, Laclau und Agamben“ (Berlin: Suhrkamp, 2010) zu den meistdiskutierten Beiträgen zur politischen Philosophie und Sozialtheorie der letzten Jahre gehört, in seinem neuen, gerade erschienen Buch „Das unmögliche Objekt. Eine postfundamentalistische Theorie der Gesellschaft“ (Berlin: Suhrkamp, 2013) eine alternative Geschichte der Sozialwissenschaften von Durkheim bis in die Gegenwart. Darin wird erstmals eine systematische Zusammenschau der jüngsten poststrukturalistischen Sozialtheorien von Foucault über Latour bis Laclau geleistet; und vor diesem Hintergrund ergibt sich auch ein leidenschaftliches Plädoyer für die Neubelebung der Gesellschaftstheorie.

Einladung zum öffentlichen Vortrag:
Dienstag, 3.12.2013, 18 Uhr c.t.
Oliver Marchart: “Das unmögliche Objekt Gesellschaft.
Zur Wiedererfindung von Gesellschaftstheorie als Theorie des Politischen”
Forschungskolloquium "Politische Theorie"
Raum EG.01, Haus „Normative Ordnungen“
Goethe-Universität, Campus Westend, Hansaallee/Lübecker Straße

Weitere Informationen: Prof. Dr. Rainer Forst, Institut für Politikwissenschaft, Goethe-Universität, Tel. (069) 798-31541 (Sekretariat).