Was bewegte die jüdische Religionsphilosophie, Jesus‘ Judesein zu betonen?

Vortrag von Leora Batnitzky im Rahmen der Martin-Buber-Vorlesung

Veröffentlicht am: Freitag, 08. November 2013, 13:23 Uhr (267)

FRANKFURT. Im Rahmen der Martin-Buber-Vorlesung hält die Religionsphilosophin Leora F. Batnitzky von der Princeton University (USA) am Montag (11.November) einen öffentlichen Vortrag zum Thema „Jesus in Modern Jewish Thought“. Die Vorlesung, die um 18.15 Uhr im Casino, Raum 1.811, Campus Westend beginnt, beschäftigt sich mit den Motiven, welche die jüdische Religionsphilosophie der vergangenen drei Jahrhunderte dazu bewegten, das Judesein Jesu von Nazareth zu betonen. Im Vordergrund des Vortrags stehen – neben Denkern wie Leo Baeck und Martin Buber – die Auseinandersetzung von Emanuel Levinas und Michael Wyschogrod mit dem christlichen Inkarnationsdenken.

Leora F. Batnitzkys Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Religionsphilosophie, des modernen jüdischen Denkens, der Hermeneutik und der zeitgenössischen Rechtsphilosophie und politischen Philosophie. Zu ihren Publikationen zählen: "Idolatry and Representation: The Philosophy of Franz Rosenzweig Reconsidered" (Princeton, 2000); "Leo Strauss and Emmanuel Levinas: Philosophy and the Politics of Revelation" (Cambridge, 2006); "How Judaism Became a Religion: An Introduction to Modern Jewish Thought" (Princeton, 2011). Zurzeit arbeitet Prof. Batnitzky an einem Buch zum Thema "Conversion before the Law: How Religion and Law Shape Each Other in the Modern World".

Bei den regelmäßig stattfindenden Martin-Buber-Vorlesungen, die von der Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie – und in diesem Jahr in Kooperation mit dem Graduiertenkolleg „Theologie als Wissenschaft“ – veranstaltet werden, präsentieren herausragende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler neueste Forschungsergebnisse zur jüdischen Geistes- und Kulturgeschichte, zur jüdischen Religionsphilosophie sowie zu den Beziehungen des Judentums zu Christentum und Islam.

Informationen: Grażyna Jurewicz, Martin-Buber-Professur für Jüdische Religionsphilosophie, Campus Westend, Tel.: (069) 798-32032, E-Mail: jurewicz@em.uni-frankfurt.de