Für Studierendenrekord gewappnet

Goethe-Universität bereitet sich intensiv wie nie auf Semesterstart vor

Veröffentlicht am: Mittwoch, 09. Oktober 2013, 11:12 Uhr (240)

FRANKFURT. Ein deutschlandweit einzigartiges Professurenprogramm für insgesamt 40 neue Hochschullehrende, ein neues Seminargebäude, ein weiteres im Bau sowie 100 neue Mensa-Plätze für 400 - 500 zusätzliche Essen täglich, ein Strategieprozess zur Verbesserung der Lehre, Fortsetzung der erfolgreichen Bologna-Werkstätten sowie die Diskussion und Umsetzung von Ergebnissen einer repräsentativen Studierendenbefragung vom Sommer 2013: Dies alles sind Aktivitäten, die Präsidium, Fachbereiche und Studentenwerk ergreifen, um den 44.500 bis 45.000 Studierenden (davon allein rund 8.500 Erstsemester) der Goethe-Universität im Wintersemester eine attraktive Studienperspektive zu geben.

Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann, der bei der Unistart-Messe am 10. Oktober im Hörsaalzentrum auf dem Campus Westend die Erstsemester persönlich begrüßt (ab 15.00 Uhr), betont die besondere Rolle der Goethe-Universität für die Region: „Die Goethe-Universität – ihre nationale und internationale Ausstrahlung – ist einer unserer wichtigsten Standortfaktoren der Region Rhein-Main. Ich freue mich, dass so viele junge Menschen aus allen Teilen der Welt ihr Studium in Frankfurt beginnen. Ich verspreche Ihnen, dass sie unsere Stadt mit offenen Armen empfängt und dass sich hier für sie große persönliche Entwicklungschancen bieten.“

„Noch nie hat die Goethe-Universität vor einem Semesterstart eine so große Zahl von Maßnahmen ergriffen, um möglichst vielen einen guten Semesterstart zu garantieren. Aber natürlich können wir angesichts der erneut historisch hohen Studierendenzahlen nicht ausschließen, dass es gerade in den ersten Wochen zu Engpässen in der Mensa oder Hörsälen kommt“, sagt die für die Lehre zuständige Vizepräsidentin Prof. Tanja Brühl.

In der fast 100-jährigen Geschichte der Goethe-Universität haben noch nie so viele Studierende die verschiedenen Standorte der Goethe-Universität bevölkert. Brühl: „Über diesen enormen Vertrauensbeweis so vieler junger Menschen aus der Region, Deutschland, Europa und der Welt freuen wir uns. Ich verspreche Ihnen, dass wir Ihre Interessen ernst nehmen. Sollte einmal etwas nicht so rund laufen, bitten wir Sie, uns das mitzuteilen, damit wir, wenn möglich, Abhilfe schaffen können.“ Ein entsprechendes Kontakt-Feld für Mitteilungen findet sich auf der universitären Webseite unter http://www2.uni-frankfurt.de/37365084/Studienbedingungen

Anstrengungen, die die Goethe-Universität trotz sinkender Grundmittel unternimmt, wirken sich nicht nur in der Lehre aus. Auch im Wintersemester setzt die Hochschule ihr ambitioniertes Bauprogramm ungebremst fort. Am Westend entsteht ein Seminarpavillon, der bereits ab Januar 2014 zur Verfügung steht. Noch mehr Raum für die Lehre bietet das vom Frankfurter Architekten Ferdinand Heide geplante Seminarhaus, das voraussichtlich ab Anfang 2015 genutzt werden kann. Für die möglichst zügige und bedarfsgerechte Realisierung dieses Gebäudes beschreitet die Goethe-Universität Neuland: Ihre Autonomie bietet erstmals die Möglichkeit, dieses Gebäude in Eigenregie zu errichten. Parallel dazu nimmt der Architektenwettbewerb für das Studierendenhaus Fahrt auf und die Realisierung des dritten Bauabschnitts für die Kulturwissenschaften steht ebenfalls bevor.

Auch auf dem Riedberg, dem naturwissenschaftlichen Campus, bewegt sich etwas: Gerade wurde das Gewächshaus übergeben – mit Auswirkungen auf das Westend. Damit kann der ehemalige biowissenschaftliche Standort in der Siesmeyerstraße bald komplett aufgegeben werden. Auf dem Riedberg werden zudem die Außenanlagen rund um das Otto-Stern-Zentrum komplettiert und die ersten Schritte für die künftige Realisierung von Mathematik und Informatik sowie der Chemie unternommen.

Große Sorge bereitet der Vizepräsidentin die angespannte Situation am Wohnungsmarkt. Hier sei über Jahrzehnte nicht bedarfsgerecht geplant worden. Jetzt bedürfe es einer großen Anstrengung von Stadt, Land, Studentenwerk und Universität, aber auch Privater, dieses Defizit auszugleichen. „Die Situation am Wohnungsmarkt ist gegenüber anderen Studierendenstädten eindeutig ein Standortnachteil“, so Brühl.

Unistart Wintersemester 2013/14, Campus Westend, Hörsaalzentrum

13.00-17.00 Uhr: Messe
Ab 15.00 Uhr: Oberbürgermeister Peter Feldmann, Vizepräsident Prof. Rainer Klump und ein Vertreter des AStA der Goethe-Universität begrüßen die Erstsemester.