Feierliche Eröffnung zweier Universitätsgebäude auf dem Campus Westend

Land Hessen investiert 150 Mio. Euro in Neubauten für Psychologie, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften sowie Präsidium und Administration

Veröffentlicht am: Freitag, 23. August 2013, 14:43 Uhr (208)

FRANKFURT. Sie bilden die letzten Bausteine zur Vollendung des zweiten Bauabschnitts auf dem Campus Westend: Die beiden Gebäude der Fachbereiche Psychologie, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften sowie von Präsidium und Administration, die im April 2013 bezogen wurden. Heute (23. August 2013) feierten die Goethe-Universität und das Land Hessen im Rahmen eines Festaktes die offizielle Eröffnung der beiden insgesamt 150 Mio. Euro teuren Gebäude, die vom Berliner Architekturbüro Müller Reimann Architekten geplant wurden. Das Fakultätsgebäude beherbergt neben den Fachbereichen auch gemeinschaftlich genutzte Einrichtungen wie die zweigeschossige Bibliothek, Hörsäle, Seminarräume, das Studien-Service-Center und eine Cafeteria. Zusammen mit dem benachbarten Präsidialgebäude und dem Max-Planck-Institut bildet es einen großen Gebäudekomplex, der sich wie selbstverständlich in das Gesamtensemble einfügt.

„Die neuen Gebäude helfen der Goethe-Universität, ihren Rang als nationale und internationale Forschungsstätte noch weiter auszubauen“, unterstrich der Hessische Ministerpräsident Volker Bouffier in seiner Eröffnungsansprache. „In internationalen Vergleichen wie jüngst wieder im Shanghai-Ranking zählt sie regelmäßig zu den 5 bis 8 besten deutschen und 20 besten Universitäten in Europa. Darauf sind wir stolz.“ Bisher habe das Land Hessen rund eine halbe Milliarde Euro in den Campus Westend investiert. Die Universität Frankfurt erhalte mit Abstand die meisten Mittel aus dem hessischen Hochschulmodernisierungsprogramm Heureka. „Bildung und Forschung sind uns ein Herzensanliegen. Noch nie gab es mehr Geld für unsere Hochschulen als heute. So sieht eine moderne Politik für Studierende, Lehrende und Hochschulen aus. Und so wollen wir es auch über 2013 hinaus fortsetzen“, so Bouffier.

„Mit der Eröffnung der Gebäude rückt die Goethe-Universität der geplanten Konzentration auf drei Standorte in Frankfurt ein wichtiges Stück näher. Der Campus Westend gewinnt mit den gesellschaftswissenschaftlichen Fachbereichen und ihren 10.000 Studierenden sowie 1.000 Lehrenden und Mitarbeitern noch mehr Vitalität und Vielfalt“, sagte Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl anlässlich der Eröffnung. „Und nicht zuletzt stellen die neuen Gebäude gegenüber den Altbauten in Bockenheim einen großen Qualitätssprung dar. Wir sind dem Land Hessen für diese finanzielle Kraftanstrengung sehr dankbar.“

Architekt Thomas Müller beschreibt seine bei der Planung des PEG-Gebäudes leitenden Gedanken mit folgenden Worten: „Die Materialität und die Architektursprache des Gebäudes ordnen sich dem Charakter des Campus und seiner Architektur unter (…) Sie sollen der Hintergrund sein, vor dem sich das Studium abspielt und versuchen, dort wo es notwendig ist, Konzentration und Stille zu fördern. Der Städtebau und die Architektur des Campus und seiner einzelner Gebäude vermeiden bewusst den Bruch zwischen Vergangenheit und Gegenwart und betonen mit ihrem Bezug zu Hans Poelzigs großartigen IG Farben-Haus die architektonische Kontinuität im Umgang mit Typologie und formalen Mitteln.“

Daten und Fakten:

  • 2007 Wettbewerb, 2008 Spatenstich, 2010 Richtfest, 2012 Fertigstellung, 2013 Erstbezug;
  • Gesamtkosten: 150 Mio. EUR,
  • Grundstücksfläche: 14.000 m2, Bruttorauminhalt: 290.000 m3
  • Bruttogeschossfläche: Fachbereichsgebäude: 41.700 m2, Präsidium: 13.000 m2, Tiefgarage: 17.000 m2
  • Hauptnutzfläche: Fachbereichsgebäude: 23.100 m2, Präsidium: 7.000 m2
  • Ausstattung: 1.300 Büroarbeitsplätze, 3.000 Plätze in Seminarräumen, Bibliothek,
  • Besprechungs- und Sonderräumen, 180 Plätze in der Cafeteria

Informationen: Dr. Olaf Kaltenborn (Goethe-Universität), Abteilung Marketing und Kommunikation, Tel.: +49 (69) 798- 13035, E-Mail: kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de;

Alexander Stephan (Hessische Staatskanzlei), Tel.: +49 (611) 32 3736
E-Mail: Alexander.Stephan@stk.hessen.de