Akademische Feier 2013 an der Goethe-Universität

Bedeutende Preise an Jungwissenschaftler verliehen

Veröffentlicht am: Montag, 01. Juli 2013, 17:01 Uhr (159)

FRANKFURT. Im Rahmen der Akademischen Feier 2013 an der Goethe-Universität wurden elf junge Forscherinnen und Forscher mit Preisen geehrt. Im Namen der Freunde und Förderer gratulierte der Vorsitzende Prof. Wilhelm Bender dem ausgezeichneten wissenschaftlichen Nachwuchs. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl freute sich ebenfalls mit den Preisträgern: „Mit der Nachwuchsförderung sind wir auf dem richtigen Weg.“ Die Akademische Feier der Freunde und Förderer ist einer der wichtigsten inneruniversitären Veranstaltungen für die wissenschaftliche Nachwuchsförderung.

Die mit 25 000 Euro am höchsten dotierte Auszeichnung, der Adolf Messer-Stiftungspreis ging an Dr. Claudia Lederer. Sie forscht seit 2012 in Frankfurt über die Entstehung der Elemente in Sternen. Die Physikerin will mit ihrem Vorhaben „Messung der Neutroneneinfangquerschnitte der stabilen Germaniumisotope bei n_TOF/CERN“ unter anderem mehr Erkenntnisse über den Ursprung von Rohstoffen gewinnen.

Für die kunsthistorischen Einblicke in das Seelenleben mittelalterlicher Stifter erhielt Johanna Scheel den Benvenuto Cellini-Preis. Die Mitarbeiterin am Kunstgeschichtlichen Institut will das Preisgeld von 3000 Euro jetzt in die Veröffentlichung ihrer Dissertation stecken.

Trägerin des Frankfurter Forschungspreises 2013 der Rudolf Geißendörfer-Stiftung ist die Medizinerin Dr. Patrizia Malkomes. Die Assistenzärztin betreibt Grundforschung in der Krebstherapie mit dem Ziel, neue Medikamente vor allem im Kampf gegen Dickdarmkrebs zu entwickeln. Dieser Arbeit kommen nun 5000 Euro zugute. Der ebenfalls in der Krebsforschung engagierte Arzt Dr. Florian Andreas Geßler erhielt den mit 3000 Euro Förderpreis der BURSE, einem gemeinnützigen Verein, der die Studentenhilfe unterstützt.

Der Rechtsanwalt Dr. Viktor Winkler und die Rechtshistorikerin PD Dr. Barbara Wolbring teilen sich diesmal den an den gleichnamigen Anwalt erinnernden Werner Pünder-Preis. Winkler setzte sich in seiner Doktorarbeit kritisch mit dem Buch „Privatrechtsgeschichte der Neuzeit“ des Juristen Franz Wieacker und der deutschen Rechtswissenschaft des 20. Jahrhunderts auseinander. Seine Mit-Preisträgerin Wolbring, die als Koordinatorin des Programms „Starker Start ins Studium“ der Goethe-Uni arbeitet, habilitierte über das „Trümmerfeld der bürgerlichen Welt. Öffentliche Diskurse über die Universitätsreform in der Besatzungszeit (1945-1949)“. Beide teilen sich das Preisgeld von 7000 Euro.

Für die beste Dissertation wurde Dr. Anne Vogelpohl mit dem WISAG-Preis ausgezeichnet, der mit 5000 Euro dotiert ist und M.A. Laura Picht erhielt für ihre Magisterarbeit „Überlegungen zur Datierung der ‚Heiligen Halle‘ in Priene anhand der Fundkeramik“ den Mediterran-Preis, der Nachwuchsarchäologen fördert.

Der für Naturwissenschaftler ausgeschriebene Preis der Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Uni wurde diesmal dreigeteilt: Darüber freuen durften sich die chinesische Geowissenschaftlerin Dr. phil. nat. Qiao Shu, der Physiker Dr. phil. nat. Ulf Bissbort und der Biowissenschaftler Dr. phil. nat. Eduard Resch.