Die Volkswirtschaftslehre nach der Finanzkrise

Nach dem Erfolg der Bürgeruniversität: Diskussionsabend für Bürgerinnen und Bürger mit Steve Keen und Alfons Weichenrieder

Veröffentlicht am: Dienstag, 18. Juni 2013, 11:19 Uhr (138)

FRANKFURT. Ist die Politik des billigen Geldes die richtige Antwort auf die Staatsschuldenkrise oder überschreitet die EZB ihr Mandat? Welche Rolle sollen Banken in der Wirtschaft spielen? Inwieweit haben Ökonomen in der Finanzkrise versagt ohne Konsequenzen daraus zu ziehen? Wie viel Austerität vertragen die Demokratien Europas?

Zu diesen Themen diskutieren am 20. Juni, 18.30 – 20 Uhr, Ort: Goethe-Universität Frankfurt, Campus Westend, Hörsaalzentrum, Hörsaal HZ 4, Grüneburgplatz 1: Prof. Steve Keen (University of Western Sydney) und Prof. Alfons Weichenrieder (Goethe-Universität).

Die Veranstaltung richtet sich an die Bürgerinnen und Bürger im Rhein-Main Gebiet sowie an Studierende. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Steve Keen gilt vielen als einer der wenigen Ökonomen, die bereits 2005 vor dem Aufkommen einer Finanzkrise warnten. Mahner wie er und Robert Shiller fanden zu dieser Zeit nur wenig Gehör. Als Post-Keynsianer hat sich über viele Jahre lang als Kritiker des neoklassischen Paradigmas in der Ökonomie zu Wort gemeldet. Sein Buch „Debunking Economics“, das in mehreren Auflagen erschien, erfreut sich unter alternativen Ökonomen größter Beliebtheit.

Alfons Weichenrieder ist Finanzwissenschaftler mit Forschungsschwerpunkten im Bereich Besteuerung, Fiskalpolitik und Fiskalföderalismus. Weichenrieder votiert für ein Zurück zu mehr Eigenverantwortung für Nationalstaaten und Banken. Er ist Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesministerium der Finanzen, Vizepräsident des International Institute of Public Finance und Herausgeber der weltweit ältesten Zeitschrift für Finanzwissenschaft, dem FinanzArchiv.

Großen Stellenwert dieser Veranstaltung, die in englischer Sprache stattfindet, hat die Einbeziehung des Publikums in die Diskussion.

Die Veranstaltung wird initiiert von der Studierendeninitiative Kritische Ökonomen und unterstützt vom Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität und Occupy Money. Sie ist öffentlich, eine Anmeldung nicht nötig.