Alice Schwarzer: Maximale Aufmerksamkeit für die „gute Sache“

Die Frontfrau des Feminismus im Fokus der Bürger-Universität

Veröffentlicht am: Mittwoch, 05. Juni 2013, 14:42 Uhr (123)

FRANKFURT. Siebzig Jahre und kein bisschen leise. Alice Schwarzer polarisiert wie eh und je. Ihre Mission: Der Kampf gegen die Unterdrückung der Frau. Ihre Devise: Maximale Aufmerksamkeit für die „gute Sache“. Werbung für „Bild“, radikale Reporterin im Kachelmann-Fall und streitbare Gesprächspartnerin in zahlreichen Talkshows. Die heftigste Kritik hat sie sich dabei schon immer nicht von Männern, sondern von Frauen anhören müssen. Seit einigen Jahren melden sich immer häufiger Vertreterinnen eines neuen Feminismus, die mit den radikalen Thesen einer Alice Schwarzer nicht mehr viel anfangen können. Prof. Tilman Allert, Soziologe und Erfinder der Vortragsreihe „Wie wir wurden, wer wir sind – Deutsche Biografien“, untersucht die biografischen Gründe für Schwarzers Radikalität.

Die Hauptreihe der Frankfurter Bürger-Universität stellt an insgesamt sechs Abenden Lebensläufe berühmter Protagonisten deutscher Sozial- und Kulturgeschichte vor. Stellvertretend für eine ganze Nation sollen so auch die individuellen Voraussetzungen Alice Schwarzers betrachtet werden. Ihr Lebensweg beginnt in protestantischer Umgebung im Bergischen Land. Als Journalistin schließt sie sich dem politischen Aufbruch der 60er und 70er Jahre an und schafft mit der Zeitschrift „Emma“ ein Forum für die Frauenbewegung. Alice Schwarzer hat die Emanzipationsgeschichte nachhaltig vorangetrieben und bis heute publizistisch begleitet.

 „Kampf gegen die weibliche Ohnmacht – Alice Schwarzer“
Referent: Prof. Tilman Allert

am: Montag, 10. Juni 2013, um 19.30 Uhr,
Ort: Zentralbibliothek der Stadtbücherei, Hasengasse 4, 60311 Frankfurt

Die Veranstaltung ist am Tag danach auch als Videoaufzeichnung über www.buerger.uni-frankfurt.de abrufbar.

Weitere Vorträge:

24. Juni 2013
Prof. Regine Prange
Gerhard Richter
„Meine Bilder sind klüger als ich“

8. Juli 2013
Stefan Lukschy
Loriot
„Sagen Sie jetzt bitte nichts“

Beginn jeweils um 19.30 Uhr/ Eintritt frei

Anfahrt: www.stadtbuecherei.frankfurt.de

Das komplette Programm der 9. Frankfurter Bürger-Uni:  www.buerger.uni-frankfurt.de