Zur Zukunft der deutschen und französischen Universitäten in Europa

Präsidenten beider Hochschulrektorenkonferenzen und die saarländische Ministerpräsidentin diskutieren auf Einladung des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA) und der Goethe-Universität

Veröffentlicht am: Dienstag, 16. April 2013, 15:31 Uhr (076)

FRANKFURT. „Wie gestalten wir die Zukunft der deutschen und französischen Universitäten in Europa?“ Diese aktuelle Frage diskutieren hochkarätige Gäste am Freitag (19. April) um 12 Uhr in der Goethe-Universität. An der Debatte beteiligen sich mit eigenen kurzen Beiträgen: Annegret Kramp-Karrenbauer, Ministerpräsidentin des Saarlands und Bevollmächtigte Deutschlands für die deutsch-französische Zusammenarbeit in kulturellen Angelegenheiten; Prof. Dr. Gérard Blanchard, Vize-Präsident der französischen Hochschulrektorenkonferenz und Prof. Dr. Horst Hippler, Präsident der deutschen Hochschulkonferenz. Gastgeber sind: Prof. Dr. Werner Müller-Esterl, Präsident der Goethe-Universität, und Prof. Dr. Pierre Monnet, Leiter des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA).

„Die Zeit scheint gekommen, den Mehrwert, die Situation, die Erwartungen und die Leistungen der Universitäten in unseren beiden Gesellschaften zu gewichten und in die Zukunft zu projizieren“, so Prof. Monnet, der die Festveranstaltung aus Anlass des 50. Jahrestages des Elysée-Vertrages und der Einweihung der neuen Räumlichkeiten des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA) am Campus Westend konzipiert und organisiert hat. Über 100 Vertreter aus Wissenschaft, Kultur und Politik sind zu dieser Veranstaltung eingeladen, die um 12 Uhr im Casino des IG-Farben-Hauses (Renate von Metzler-Raum) beginnt und auch genügend Raum für gemeinsame Gespräche über Weiterentwicklung des deutsch-franzözsische Verhältnisses bieten wird.

Bereits seit zehn Jahren gibt es sowohl im deutschen als auch im französischen Universitätssystem grundsätzliche Reformen. Diese beziehen sich nicht nur auf den Bologna-Prozess und auf die Exzellenzinitiativen, sondern finden auch im Kontext der Globalisierung, der Lissabon-Erklärung, in der Europa als eine wettbewerbsfähige Wissensgesellschaft proklamiert wurde, und der wachsenden interkulturellen Kompetenzen der künftigen Fachkräfte statt.

Das Institut français d’histoire en Allemagne, das seit 2009 eng mit Wissenschaftlern in verschiedenen Fachbereichen der Goethe-Universität zusammenarbeitet, nimmt das 50. Jubiläum des Elysée-Vertrages bewusst zum Anlass, um die deutsch-französischen Beziehungen mit Kooperationen im Wissenschaftsbereichs weiter zu vertiefen. Seit 1977, zunächst in Göttingen und nun in Frankfurt, widmet sich das IFHA der Förderung des akademischen und intellektuellen Austauschs zwischen deutschen und französischen Wissenschaftlern im Bereich der Geisteswissenschaften. „Denn die Mobilität der Studierenden und Forscher zwischen Frankreich und Deutschland und innerhalb Europas wird immer wichtiger“, betont Monnet.

Die Kooperation, die sich zwischen der Goethe-Universität und dem Institut français d’histoire en Allemagne als einem angesehenen französischen Forschungsinstitut entwickele, fördere den bilateralen intellektuellen und interkulturellen Austausch über die akademische Welt hinaus, so Monnet. Neben Lesungen französischsprachiger Autoren und vielen anderen Veranstaltungen macht das kulturelle Angebot des Instituts wissenschaftliche Forschung auch für ein breites Publikum zugänglich. Im Januar 2013 war das Institut darüber hinaus Partner der deutsch-französischen Schülerwoche in Frankfurt.

Informationen: Céline Lebret, Kulturbeauftragte des Institut français d’histoire en Allemagne (IFHA), Campus Westend, Tel. (069) 798 31 900, celine.lebret@institutfrancais.de