Bulle und Bär

Frankfurter Wertpapierbörse hautnah erleben

Veröffentlicht am: Mittwoch, 20. Februar 2013, 12:32 Uhr (046)

FRANKFURT. Wie funktioniert die Börse? Wer handelt hier mit wem? Wer bestimmt das ständige Auf und Ab der Kurse, und was unterscheidet die Wertpapierbörse von einem traditionellen Markt? Das sind die Fragen, mit denen sich die neue ScienceTour „Bulle und Bär – Frankfurter Wertpapierbörse hautnah erleben“ beschäftigt, die heute zum ersten Mal stattgefunden hat. Wichtiger Teil der Tour, die in Kooperation mit der Frankfurter Industrie- und Handelskammer realisiert wird, ist die speziell auf die Bedürfnisse von Schülern zugeschnittene Börsenführung.

Mit dem Projekt „ScienceTours – Lernen mit Herz und Hand“ bietet die Goethe-Universität Frankfurt für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe I verschiedene Exkursionen im Rhein-Main-Gebiet an. Anhand ausgewählter didaktischer Konzepte führen die ScienceTours Schüler an wissenschaftliche Forschungsfragen und -methoden unterschiedlicher Fachgebiete heran. Die Goethe-Universität ist die erste deutsche Hochschule, die mit Unterstützung von Förderinstitutionen ein solches Programm in dieser Form entwickelt hat. Ganz neu ist dabei das Thema Wirtschaft. Die Börse und vor allem der Börsenhandel sind für die meisten Menschen nicht greifbar. Doch so komplex und undurchsichtig sie auch scheinen mögen – das Grundprinzip ist immer gleich und basiert auf Angebot und Nachfrage. Junge Menschen werden immer früher in das Wirtschaftsleben einbezogen und zudem mit Ereignissen wie der Finanzmarktkrise konfrontiert. Deshalb ist es gerade heute sehr wichtig, ein gewisses Verständnis für die Funktionsweise von Märkten verschiedener Art aufzubringen. Mit Hilfe des „Börsenspiels“ wird dieses Wissen spielerisch vermittelt. Die Schülerinnen und Schüler schlüpfen in die Rollen von Käufern und Verkäufern. Um die Funktionsweise des Marktes selbst zu erleben und leichter zu verstehen, wird mit einem fiktiven Gut auf einem Markt gehandelt. Dabei lernen die Jugendlichen auch verschiedene Handelsstrategien kennen. Mit einem persönlichen Händlerbuch begeben sie sich dann in reale Handelssituationen, dokumentieren ihre Käufe beziehungsweise Verkäufe und diskutieren im Anschluss gemeinsam ihre Ergebnisse. Durchgängig unterstützt werden die Schüler dabei von Wissenschaftlern und Studierenden der Wirtschaftswissenschaften der Goethe-Universität, mit deren Hilfe eigene Hypothesen erstellt und hinterfragt werden.

Die Funktionsweise von Wirtschaftsmärkten ist nur eines der Themen, die im Rahmen der ScienceTours Schülerinnen und Schülern wissenschaftliches Denken und Handeln vermitteln.

Ein wesentliches Element aller ScienceTours ist der Kontakt zu Wissenschaftlern der Goethe-Universität und Experten der beteiligten Projektpartner. Sie lassen die Jugendlichen ihr Forschungsgebiet entdecken, geben Hilfestellung und vermitteln im direkten Kontakt, wie Wissenschaftler arbeiten und was sie an ihrem Beruf begeistert. Die Arbeit in kleinen Gruppen wird durch die Beteiligung von Studierenden ermöglicht, die als Betreuer den Schülern vom Alter her näherstehen. Sie können konkrete Auskünfte über ihr Studium und wichtige Hilfestellung bei der beruflichen Orientierung geben. Thematisch decken die ScienceTours ein breites Themenspektrum von den Naturwissenschaften über die Geistes- und Gesellschaftswissenschaften bis hin zu den Wirtschaftswissenschaften ab. Zu jeder Tour gibt es sorgfältig erarbeitetes Begleitmaterial, das zur Vor- und Nachbereitung der Tour im Unterricht genutzt werden kann.

Weitere Informationen zum Konzept der ScienceTours und den Inhalten der verschiedenen Touren erhalten Sie unter www.science-tours.de.

ScienceTours ist eine Kooperation mit:

  • Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main
  • Stiftung Flughafen Frankfurt/Main für die Region
  • Vereinigung von Freunden und Förderern der Goethe-Universität Frankfurt am Main
  • Wissenschaftsjahr 2012 – Zukunftsprojekt Erde. Eine Initiative des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF)