Occupy als Anfang einer neuen Bürgerbewegung?

Frankfurter Bürger-Universität diskutiert zum Abschluss der Reihe „Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte“ über Perspektiven von Occupy

Veröffentlicht am: Donnerstag, 24. Januar 2013, 17:12 Uhr (020)

FRANKFURT. Zum Abschluss der Hauptreihe Demokratie im Würgegriff der Finanzmärkte? diskutieren im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität renommierte Experten mit Aktivisten über die Perspektiven von Occupy und Protestbewegungen. Wie schon zu Beginn der Reihe wird sich Frankfurts Oberbürgermeister Peter Feldmann als Schirmherr der Bürgeruniversität auch am letzten Abend mit einem persönlichen Statement in die Diskussion einbringen. Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl wird mit einem Grußwort eröffnen.

In der letzten Veranstaltung der Reihe soll es um das Thema „Bürgerbewegung“, am Beispiel der Protestbewegung Occupy Frankfurt gehen, die mit ihrem Camp das Frankfurter Stadtbild lange Zeit vor der Europäischen Zentralbank prägte. Inzwischen musste die Zeltstadt am Willy Brandt-Platz abgebaut werden. Was hat´s gebracht? Was ist übriggeblieben von den Protesten gegen Banker und das Finanzsystem? Jan Umsonst ist einer der Köpfe der Frankfurter Occupy-Bewegung und kann als Podiumsteilnehmer an diesem Abend berichten, wie es um die Gruppe steht und wie deren Planungen aussehen. Auch der Sprecher von Occupy Money, Hajo Köhn, wird auf dem Podium präsent sein.

Ist die Bewegung schon am Ende? Wie muss sich Protest artikulieren, um langfristig zu wirken? Hierzu wird auch der Historiker Prof. Werner Plumpe in seinem Impulsvortrag Hinweise geben. Weiterer Teilnehmer des Podiums ist der Philosoph Prof. Axel Honneth. Der enorme Publikumserfolg der Reihe – bisher kamen fast 2000 Bürgerinnen und Bürgern zu fünf Veranstaltungen – zeigt deutlich, wie groß das Interesse an öffentlichen Diskussionsräumen im Kontext der Finanzkrise ist.

Was hat´s gebracht? Occupy als Anfang einer neuen Bürgerbewegung?

Mit Impulsen von Oberbürgermeister Peter Feldmann, Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl sowie Prof. Werner Plumpe

Podium:

  • Prof. Axel Honneth (Philosoph)
  • Prof. Werner Plumpe (Historiker)
  • Jan Umsonst (Frankfurter Occupy Aktivist)
  • Hajo Köhn (Sprecher Occupy Money) 
  • sowie den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern

Moderation: Swantje Karich, Redakteurin Frankfurter Allgemeine Zeitung.
am: Montag, 28. Januar 2013, um 19.30 Uhr
Veranstaltungsort: Hörsaal V, Hörsaalgebäude Campus Bockenheim,
Mertonstraße 17 - 21

An insgesamt sechs Abenden greift die Diskussionsreihe der Frankfurter Bürger-Universität wichtige Aspekte eine der global drängendsten Fragen unserer Zeit auf. Beleuchtet wurden die Leitaspekte der gegenwärtigen Finanzkrise, die auch zu einer Krise der westlichen Demokratie geworden scheint. Wer kontrolliert Banken und Ratingagenturen? Ist es die Gier, die unser gesellschaftliches Zusammenleben ruiniert? Und welche Rolle spielt die Wissenschaft? Muss Forschung Politik und Öffentlichkeit mehr Orientierung geben? Oder ist der Protest der Occupy-Bewegung der richtige Weg, um sich aus dem immer stärker werdenden Griff des Finanzsystems zu befreien?

Eintritt frei / Wichtiger Hinweis: Veranstaltungsort ist immer Raum V, Hörsaalgebäude Campus Bockenheim, Mertonstraße 17 - 21

Das komplette Programm der 7. Frankfurter Bürger-Uni: www.buerger.uni-frankfurt.de