Mathematiker und Informatiker bekommen neues Campus-Gebäude

Finanzminister Dr. Thomas Schäfer und Uni-Präsident Prof. Dr. Werner Müller-Esterl einig über Finanzierung und Realisierung

Veröffentlicht am: Dienstag, 22. Januar 2013, 10:27 Uhr (016)

WIESBADEN / FRANKFURT. Das Land Hessen und die Goethe-Universität Frankfurt haben sich in einem „Letter of Intent“ darauf geeinigt, ein neues Institutsgebäude für den Fachbereich Informatik und Mathematik zu errichten. Das nunmehr verabschiedete Projekt ist Teil einer umfassenden räumlichen Neuordnung der Goethe-Universität auf ihren Arealen in Bockenheim, Westend und Riedberg. „Die Landesregierung trägt mit den Investitionen dazu bei, die Attraktivität des Bildungsstandorts Hessen weiter zu erhöhen und den Ruf der Goethe-Universität als hervorragende Studienstätte zu stärken. Wir investieren in Hessens Zukunft“, betonte Finanzminister Dr. Thomas Schäfer. Die Bauprojekte werden mit Mitteln des HEUREKA-Hochschulbauprogramms der Hessischen Landesregierung finanziert. Dieses hat ein landesweites Gesamtvolumen von drei Milliarden Euro bis 2020.

Professor Müller-Esterl erklärte: „Die Goethe-Universität hat mit der nun gefundenen Paketlösung endlich Planungssicherheit. Wir sind froh, dass damit die 1999 begonnene räumliche Neuordnung der Goethe-Universität für die beiden Campi Westend und Riedberg nun weitgehend zum Abschluss kommt. Wir danken der Landesregierung für ihr großes Engagement.“ So sei neben dem Neubau für Mathematik und Informatik ein weiteres Großprojekt auf den Weg gebracht, welches am Campus Riedberg die Naturwissenschaften ergänzt und die Infrastruktur für Forschung und Lehre erheblich verbessert.

Für die Unterbringung der Mathematik und Informatik am Campus Riedberg waren im Vorfeld drei Optionen erwogen worden: Neubau, Modulbau oder Anmietung. Eine Nutzwertanalyse sprach sich dann klar für einen Neubau aus. „Der geplante Neubau bietet langfristig betrachtet das beste Verhältnis von Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit und Funktionalität. Deshalb haben wir uns einvernehmlich mit der Goethe-Universität für diese Variante entschieden“, erläuterte Schäfer. Die Goethe-Universität rechnet für diesen Neubau mit Kosten in Höhe von rund 49 Mio. Euro. Sie selbst trägt dazu aus eigenen Mitteln binnen 15 Jahren insgesamt 20 Mio. Euro bei. Die Universität trägt darüber hinaus die wesentlichen Kostenrisiken. 

Das Projekt ist Teil einer geplanten Paketlösung, welche auch die Entwicklungsperspektiven für die 3. Ausbaustufe am Campus Westend und einen ersten Bauabschnitt für die Chemischen Institute am Riedberg beinhaltet. Die Zustimmung des Hessischen Finanzministeriums zur Paketlösung steht unter dem Vorbehalt, dass sich die Baumaßnahmen – einschließlich etwaiger unabwendbarer Mehrkosten – innerhalb des HEUREKA-Budgets realisieren lassen.

Professor Müller-Esterl sagte: „Die Eigenbeteiligung zeigt, wie wichtig der Universität die Realisierung dieser Projekte ist.“ Der in dem Finanzierungsmodell festgehaltende Zeitraum sei für die Universität tragbar. Finanzminister Dr. Thomas Schäfer dankte allen Vertretern, die an den Verhandlungen zwischen Land und Universität beteiligt waren. „Die Goethe-Universität bekommt mit Hilfe des Landes ein modernes, frisches Gesicht. Damit schaffen wir die besten Rahmenbedingungen für exzellente Forschung und Lehre. Ich bin davon überzeugt, dass das Geld des Landes hier sehr gut angelegt ist“, sagte der Minister abschließend.

Ansprechpartner: Hessisches Ministerium der Finanzen, Stefan Löwer, Pressesprecher, Friedrich-Ebert-Allee 8, 65185 Wiesbaden, Tel.: 0611/32-2457, presse@hmdf.hessen.de

Goethe-Universität Frankfurt am Main, Dr. Olaf Kaltenborn, Pressesprecher, Senckenberganlage 31, 60325 Frankfurt am Main, Tel.: 069/798-23935, kaltenborn@pvw.uni-frankfurt.de