Internationales Symposium zu Guatemala

Wissenschaftler und Schriftsteller setzen sich mit Geschichte und Kultur des Landes auseinander

Veröffentlicht am: Montag, 29. Oktober 2012, 13:37 Uhr (241)

FRANKFURT. Zur Erinnerung an den im Mayakalender bevorstehenden Epochenwechsel (Oxlajú B´aktun, am 21.12.2012) ernannte die UNESCO Guatemala-Stadt im Jahr 2012 zur „Welthauptstadt der Philosophie“. Auch an der Goethe-Universität setzen sich Wissenschaftler verschiedener Fachrichtungen und Schriftsteller mit dem mittelamerikanischen Land auseinander: Das Symposium „Nunca más – Niemals wieder“ - Vom Trauma des Bürgerkrieges zur ethnischen Integration, Demokratie und sozialen Gerechtigkeit“ findet vom  1. bis 3. November an der Goethe-Universität, Campus Westend (Casino R.1.802), Grüneburgplatz 1, und dem Instituto Cervantes Frankfurt, Staufenstraße 1, statt.

Die öffentliche Veranstaltung ermöglicht den aus verschiedenen Disziplinen und Wissenskulturen kommenden Teilnehmern einen Meinungsaustausch. 30 Jahre nach dem Höhepunkt der Gewalt und 20 Jahre nach dem Friedensnobelpreis für Rigoberta Menchú wird das transkulturelle Potential der Gedächtnisforschung anhand aktueller Tendenzen in Politik, Wirtschaft, Justiz, Kirche und Kultur aufgezeigt. Am Beispiel der aktuellen Entwicklung von Menschenrechtsfragen wird Guatemala mit anderen Gedächtniskulturen verglichen. Dabei geht darum, neue zivilgesellschaftliche, kulturelle und gedächtnistheoretische Perspektiven für die Zukunft zu diskutieren.

Das Symposium findet auf Spanisch statt, die abendlichen Podiumsveranstaltungen im Instituto Cervantes werden gedolmetscht. Sämtliche Veranstaltungen sind kostenfrei und stehen allen Interessierten offen.

  • 1. November, 19:30, Eröffnungsbeiträge:  (Simultanübersetzung) Otilia Lux de Cotí und Tom Koenigs, „20 Jahre nach dem Friedens-Nobelpreis – Was bedeutet „Nunca más“ heutzutage?“ Moderation. Elisabeth Rohr und Roland Spiller
  • 2. November, 20:00, Podiumsdiskussion: (Simultanübersetzung) Gustavo Porras, Otilia Lux de Cotí, Carolina Escobar Sarti, Arturo Taracena, “Überwindung des Traumas und die Gestaltung der Zukunft”. Moderation: Gerhard Strecker
  • 3. November, 19:30, „Nacht der Literatur“, Lesung der Autoren Dante Liano / Alan Mills/ Carol Zardetto. Moderation: Valeria Grinberg und Werner Mackenbach

Leitung des Symposiums: Prof. Dr. Roland Spiller, Institut für Romanische Sprachen und Literaturen; Schirmherr: Tom Koenigs, (MdB). Mitorganisatoren: Prof. Dr. Thomas Schreijäck, Katholische Theologie, Goethe-Universität Frankfurt am Main. Mit freundlicher Unterstützung der Volkswagen-Stiftung, des DSV, Theologie Interkulturell, Goethe-Universität, Vereinigung der Freunde und Förderer der Goethe Universität sowie des Forschungszentrum Historische Geisteswissenschaften der Goethe Universität

Anmeldung und weitere Informationen: Gerhard Strecker, Koorganisator und derzeit Organisationssekretär des Guatemala-Symposiums, Tel. 069-764410, gerhardstrecker@yahoo.de