Religion, Säkularität und Geschlecht in der globalisierten Welt

„Füreinander Sorge tragen“: Tagung zur CARE-Arbeit vom 19.-21. Oktober, Goethe-Universität und Martin-Niemöller-Haus Schmitten/Ts.

Veröffentlicht am: Freitag, 21. September 2012, 12:27 Uhr (205)

FRANKFURT. Menschen tragen seit jeher und an jedem Ort füreinander Sorge. Zunehmend jedoch beobachten wir heute globale Verschiebungen menschlicher Care-Arbeit nicht nur entlang von Geschlechter-, sondern auch von Armutsgrenzen. Dieses weltweite Phänomen bedarf besonderer Betrachtung. Für die drei Religionen, die in der Sarah-Hagar-Tradition stehen, ist ein sorgsamer Umgang miteinander Teil ihres religiös begründeten Ethos. Anhand des Care-Begriffs soll die Wechselwirkung von Gesellschaft und Religionen diskutiert werden. Welchen Einfluss haben Religionen auf die Vorstellungen des Fürsorgens? (Wie) kann die Zuordnung des Sorge-Tragens zu einem bipolaren und eindimensionalen Rollenbild aufgebrochen werden? Kann dies nur in einer säkularisierten Welt geschehen oder bedarf es dazu eines verstärkten Umdenkens in den Religionen und in der Theologie?

Die Veranstaltung ist eine Kooperationstagung der Evangelischen Akademie in Hessen und Nassau e.V., des Cornelia Goethe Centrum, der Goethe-Universität Frankfurt am Main und der Initiative Sarah und Hagar.

  • Freitag, 19. Oktober 2012, 14.00 Uhr
    Ort: Goethe Universität Frankfurt, Campus Westend, Casino, Raum 1801
    Vortrag: ‚Care‘ als Menschenrecht in einer Kultur der Vielfalt,
    Prof. Dr. Ute Gerhard, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main
    Kommentare: Prof. Dr. Micha Brumlik, Goethe Universität, Frankfurt am Main
    Prof. Dr. Marianne Heimbach-Steins, Universität Münster
    Prof. Dr. Amina Wadud, Starr King School for the Ministry, Berkeley, CA
    Moderation: Prof. Dr. Ursula Apitzsch, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main
  • Samstag, 20. Oktober,  9.15 Uhr, Martin Niemöller-Haus der EKHN, Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten-Arnoldshain
    Vortrag: Dimensionen des Care-Begriffs: Zwischen Fürsorge, Gerechtigkeit und Eigensinn
    Prof. Dr. Margrit Brückner, Fachhochschule Frankfurt am Main
    Kommentare: Hilft der Care-Begriff bei der interreligiösen Verständigung?
    jüdisch: Jalda Rebling, Ohel Hachidusch, Berlin
    christlich: Dr. Christine Globig, Kirchliche Hochschule Wuppertal/Bethel
    muslimisch: Rabeya Müller, Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik, Köln
    Vortrag: Die Ent-Sorgung menschlicher Reproduktionsarbeit entlang von Armuts- und Geschlechtergrenzen, Prof. Dr. Ursula Apitzsch, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt am Main
  • Sonntag, 21. Oktober 2012, 9.30 Uhr, Martin Niemöller-Haus der EKHN, Am Eichwaldsfeld 3, 61389 Schmitten-Arnoldshain
    Feministischer Talk:  Reproduktion, Care und Anerkennung, Dr. Annette Mehlhorn, Bendorfer Forum, Rüsselsheim
    Ewa Alfred, Rechtsanwältin und Familientherapeutin, jüdische Gemeinde Oranienburger Straße, Berlin
    Hans Prömper, katholische Erwachsenenbildung im Haus am Dom, Frankfurt am Main
    Rabeya Müller, Institut für interreligiöse Pädagogik und Didaktik, Köln
    Moderation: Prof. Dr. Susanne Schröter, Cornelia Goethe Centrum, Frankfurt

Anmeldung
Anmeldungen werden noch entgegen genommen. Die Veranstaltungstage sind auch einzeln buchbar. blumer@evangelische-akademie.de , Tel. 06084 – 95 98 122

Weitere Informationen
www.evangelische-akademie.de; www.cgc.uni-frankfurt.de/