Präsidium der Goethe-Universität erhält Verstärkung

Prof. Tanja Brühl wurde heute vom Senat der Universität zur Vizepräsidentin gewählt

Veröffentlicht am: Mittwoch, 29. August 2012, 16:20 Uhr (183)

FRANKFURT. Ein neues Gesicht in der Führungsetage der Goethe-Universität: Prof. Tanja Brühl, 43, wurde heute vom erweiterten Senat mit großer Mehrheit zur Vizepräsidentin gewählt. Die Politologin wird zum 1. Oktober ihr Amt antreten. Brühl folgt damit der Physikerin Prof. Roser Valenti, die auf eigenen Wunsch nach drei Jahren aus dem Präsidium ausscheidet, um sich wieder verstärkt wissenschaftlichen Aufgaben zuzuwenden.

Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl begrüßte die Wahl: „Mit Tanja Brühl zieht eine ausgezeichnete Wissenschaftlerin und Kennerin der Hochschulpolitik in das Präsidium ein. Ich gratuliere ihr herzlich zur Wahl und freue mich auf die Zusammenarbeit.“ Brühl soll sich künftig Fragen der Lehre und des Studiums widmen und dabei ihren Fokus auf die neuen Bachelor- und Master-Studiengänge sowie deren Internationalisierung legen. Zudem wird sie für die Fachbereiche Gesellschafts- Erziehungswissenschaften und Psychologie zuständig sein. Ein weiterer Schwerpunkt ist die Standortentwicklung, insbesondere der noch ausstehende Umzug von Bockenheim auf den Campus Westend.

Die Goethe-Universität, die zurzeit 41.000 Studierende zählt, muss in den nächsten Jahren mit weiteren Aufwüchsen rechnen. Lehre und Studium werden deshalb wichtige Handlungsfelder für das Präsidium sein. Die neue Vizepräsidentin Tanja Brühl gilt gerade hier als eine ausgewiesene Expertin. So erhielt sie im Juni 2008 den mit 15.000 Euro dotierten 1822- und Universitätspreis für exzellente Lehre an der Goethe-Universität. 2009 folgte der mit 150.000 Euro dotierte Hessische Hochschulpreis für Exzellenz in der Lehre. Zudem hat sie als Studiendekanin des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften maßgeblich an dem erfolgreichen Konzept  „Starker Start ins Studium“ mitgewirkt. Es brachte 2011 der Goethe-Universität die Höchstförderung von 21 Millionen Euro beim Bund-Länder-Programm „Qualitätspakt Lehre“.

Tanja Brühl ist die Goethe-Universität bestens vertraut. Sie studierte in Frankfurt Biologie und Sozialkunde auf Lehramt an Gymnasien und schloss ihr Studium 1994 mit dem Staatsexamen ab. Es folgten Tätigkeiten als wissenschaftliche Mitarbeiterin an den Universitäten Duisburg, Tübingen und Frankfurt. Dort promovierte sie auch 2002 über „Nichtregierungsorganisationen als Akteure internationaler Umweltverhandlungen“ und wurde anschließend auf die Juniorprofessur für Friedens- und Konfliktforschung berufen. Seit 2007 ist sie Professorin für Politikwissenschaften mit dem Schwerpunkt internationale Institutionen und Friedensprozesse an der Goethe-Universität. 2010 wurde sie in das Stiftungskuratorium der Fridtjof-Nansen-Akademie für politische Bildung im Weiterbildungszentrum Ingelheim berufen.


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