Vortrag von Heidemarie Wieczorek-Zeul

Ehemalige Bundesministerin und Alumna der Goethe-Universität spricht am Campus Westend über "Gerechte Gestaltung in der Globalisierung“.

Veröffentlicht am: Freitag, 27. April 2012, 14:31 Uhr (097)

FRANKFURT. Wie sollen in Zukunft die Entwicklungsziele des Millenniums erreicht und nach 2015 fortentwickelt werden? Wie sollten sie zu „Nachhaltigkeitszielen“ weiterentwickelt werden, die auch für die Industrieländer gelten? Heidemarie Wieczorek-Zeul, Bundesministerin a. D. und MdB, wird diese und andere drängende Fragen der Entwicklungspolitik in ihrem Vortrag behandeln und Wege skizzieren, wie ein notwendiges Umdenken in der makroökonomischen Politik erreicht werden kann. Dabei wird sie auch die Ursachen der Finanzmarktkrise beleuchten.
Wieczorek-Zeul spricht

am: Mittwoch, 2. Mai, um  18.00 Uhr
Ort: Campus Westend, Casino Anbau, Saal West
Thema: „Gerechte Gestaltung in der Globalisierung. Wege in der Entwicklungspolitik.“

Die ehemalige Bundesministerin für Entwicklungshilfe und wirtschaftliche Zusammenarbeit ist Alumna der Goethe-Universität und Mitglied im Alumni-Rat. Der Vortrag ist eine gemeinsame Veranstaltung des Alumni-Rats, des Alumni-Vereins der Gesellschaftswissenschaften und der Goethe-Universität.

Von 1998 bis 2009 war Heidemarie Wieczorek-Zeul Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Nach Ihrem Studium von 1961 bis 1965 an der Goethe-Universität in den Fächern Englisch und Geschichte arbeitete sie neun Jahre an der Friedrich-Ebert-Schule in Rüsselsheim. 1987 wird sie Mitglied des Deutschen Bundestages und Europapolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion.

Oktober 1998 wurde sie als Bundesministerin für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in die von Bundeskanzler Gerhard Schröder geführte Bundesregierung berufen. Dieses Amt behielt sie auch in der von Bundeskanzlerin Angela Merkel geführten Großen Koalition. Mit der Vereidigung des zweiten Kabinetts Merkels am 28. Oktober 2009 schied sie endgültig aus dem Amt. Sie war damit das einzige Regierungsmitglied der Bundesregierungen während der sozialdemokratischen Regierungszeit seit 1998, das die ganze Zeit in der Bundesregierung war.