Aprilscherz mit Biss
Universität und Zoo richten zwar kein gemeinsames Tiger-Gehege ein, kooperieren aber dennoch in vielfältiger Weise
Veröffentlicht am:
Dienstag, 05. April 2011, 00:00 Uhr
()
FRANKFURT. Medienvertreter, Universitätsangehörige und Frankfurter Bürger staunten nicht schlecht, als am 1. April eine gemeinsame Pressemitteilung des Universitätspräsidiums und des Frankfurter Zoos auf der Internet-Startseite der Goethe-Universität erschien. Titel: „Herzlich willkommen TOM und EVA – Universität und Zoo richten gemeinsam Tiger-Gehege auf dem Campus Westend ein.“ Aber es war nur ein Aprilscherz, ein Tigergehege ist auf dem Campus Westend weder eröffnet worden noch geplant. Die überzeugende Bildkollage, die zwei Tiger im Innenhof der Rechtswissenschaft zeigte, stammte von dem Frankfurter Medizinstudenten Moritz Toenne.
Wahr ist jedoch, dass Goethe-Universität und Zoo Frankfurt bereits seit Jahrzehnten intensiv miteinander kooperieren. Primär betrifft dies natürlich die Ausbildung von Biowissenschaftlern und Biologielehrern: die Beteiligung von Zoomitarbeitern an der akademischen Ausbildung in Biologiedidaktik und Zoologie, fachspezifische Zooführungen, und nicht zuletzt die Möglichkeit, im Zoo Frankfurt akademische Qualifikationsarbeiten anzufertigen, gehören nicht erst zum Angebot, seitdem Zoodirektor Manfred Niekisch 2010 als Professor für Internationalen Naturschutz an die Universität kooptiert wurde und so die Verflechtung beider Institutionen weiter voran treibt. Unter anderem erforschten Angehörige der Goethe-Universität im Zoo bereits die Embryonal-Entwicklung der kleinen neuseeländischen Kiwi-Strauße, die Stoffwechselbiologie von Großreptilien oder die täglichen Aktivitätsmuster von Giraffen, Echsen und Rochen. Viele der dabei gewonnenen Erkenntnisse kamen direkt der Verbesserung der Haltungsbedingungen im Zoo Frankfurt zu Gute. Beispielsweise – und das ist kein Aprilscherz! – konnte die Frage geklärt werden, wie man Tiere an die Haltung in einem Nachttierhaus gewöhnt, ohne dass sie bei der Zeitumstellung in einen Jetlag verfallen. Und ganz aktuell: Ab dem 14. April wird im Menschenaffenhaus des Zoos die Ausstellung „Primaten wie wir“ gezeigt, die von der Didaktik der Biowissenschaften entwickelt wurde. Die beiden Institutionen Zoo und Universität verbindet also auch ohne gemeinsames Tigergehege eine fruchtbare und bewährte Zusammenarbeit.
Wahr ist jedoch, dass Goethe-Universität und Zoo Frankfurt bereits seit Jahrzehnten intensiv miteinander kooperieren. Primär betrifft dies natürlich die Ausbildung von Biowissenschaftlern und Biologielehrern: die Beteiligung von Zoomitarbeitern an der akademischen Ausbildung in Biologiedidaktik und Zoologie, fachspezifische Zooführungen, und nicht zuletzt die Möglichkeit, im Zoo Frankfurt akademische Qualifikationsarbeiten anzufertigen, gehören nicht erst zum Angebot, seitdem Zoodirektor Manfred Niekisch 2010 als Professor für Internationalen Naturschutz an die Universität kooptiert wurde und so die Verflechtung beider Institutionen weiter voran treibt. Unter anderem erforschten Angehörige der Goethe-Universität im Zoo bereits die Embryonal-Entwicklung der kleinen neuseeländischen Kiwi-Strauße, die Stoffwechselbiologie von Großreptilien oder die täglichen Aktivitätsmuster von Giraffen, Echsen und Rochen. Viele der dabei gewonnenen Erkenntnisse kamen direkt der Verbesserung der Haltungsbedingungen im Zoo Frankfurt zu Gute. Beispielsweise – und das ist kein Aprilscherz! – konnte die Frage geklärt werden, wie man Tiere an die Haltung in einem Nachttierhaus gewöhnt, ohne dass sie bei der Zeitumstellung in einen Jetlag verfallen. Und ganz aktuell: Ab dem 14. April wird im Menschenaffenhaus des Zoos die Ausstellung „Primaten wie wir“ gezeigt, die von der Didaktik der Biowissenschaften entwickelt wurde. Die beiden Institutionen Zoo und Universität verbindet also auch ohne gemeinsames Tigergehege eine fruchtbare und bewährte Zusammenarbeit.


