Forschungskolleg Humanwissenschaften startet in zweites Jahr

Offizielle Semestereröffnung und Dank an die Förderer: Feierstunde des Forschungskollegs der Goethe-Universität am 5. Mai in Bad Homburg

Veröffentlicht am: Donnerstag, 29. April 2010, 00:00 Uhr ()

BAD HOMBURG/FRANKFURT. Eine Broschüre über das erste Jahr, Einblicke in die Arbeit aktueller Fellows, Ausblicke auf kommende Veranstaltungen, die Enthüllung der Spender- und Sponsorentafel – all das steht auf dem Programm, wenn das Forschungskolleg Humanwissenschaften der Goethe-Universität am 5. Mai um 14.30 Uhr in Bad Homburg seine offizielle Semestereröffnung feiert. Die geistes- und sozialwissenschaftliche Forschungseinrichtung, bei der die Goethe-Universität mit der Werner Reimers Stiftung kooperiert, hat im Sommersemester 2009 ihre Arbeit aufgenommen. Auch die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen. Um kurze Anmeldung wird gebeten.

Am Forschungskolleg Humanwissenschaften forschen Experten aus aller Welt gemeinsam mit Wissenschaftlern aus der Region zu gesellschaftlich relevanten Fragen. Die Themenstellungen stehen in enger Verbindung mit Schwerpunkten der Universität. In seiner Begrüßung zur Semestereröffnung wird Universitätspräsident Prof. Werner Müller-Esterl die Spender und Sponsoren würdigen, die den Aufbau des Kollegs erst ermöglicht haben. Er wird auch auf den Stellenwert des Kollegs für das geistes- und sozialwissenschaftliche Profil der Goethe-Universität eingehen. Der Exzellenzcluster „Die Herausbildung normativer Ordnungen“ der Universität führt am Kolleg Teilprojekte durch. Zu den wissenschaftlichen Projekten, die ebenfalls die Möglichkeiten des Kollegs nutzen, zählt die neue, von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderte Forschergruppe „Justitia Amplificata: Erweiterte Gerechtigkeit – konkret und global“.

Für das Land Hessen, das den Kollegneubau maßgeblich finanziert hat, wird Wissenschaftsstaatssekretär Gerd Krämer ein Grußwort halten. Im weiteren Verlauf wird Prof. Spiros Simitis, Direktor des Forschungskollegs, das öffentliche Programm für das Jahr 2010 vorstellen. Dazu zählt die Veranstaltungsreihe „Warenästhetik – Neue Perspektiven auf Konsum, Kultur und Kunst“. Hinzu kommen Vorträge US-amerikanischer Wissenschaftler zu Recht und Politik der Vereinigten Staaten im 21. Jahrhundert. Simitis wird darüber hinaus auf die Gastwissenschaftler hinweisen, die als Fellows am Kolleg forschen oder bald noch forschen werden. Die internationalen Fellows des Jahrgangs 2010 kommen aus Großbritannien, den USA, Kanada und dem Iran. Verbindendes Element ihrer Forschungsthemen sind Fragen der politischen Gerechtigkeit und Partizipation.

Zu den Kooperationspartnern des Kollegs zählen der Hochtaunuskreis und die Stadt Bad Homburg. Landrat Ulrich Krebs und Oberbürgermeister Michael Korwisi werden ebenso bei der Semestereröffnung erwartet wie Repräsentanten der Herbert Quandt-Stiftung, der Alfons und Gertrud Kassel-Stiftung und weiterer Fördereinrichtungen. Die Werner Reimers Stiftung wird durch dessen Vorstand Wolfgang R. Assmann vertreten sein. Im Anschluss an die Enthüllung der Spendertafel im Foyer besteht bei einem kleinen Imbiss Gelegenheit, sich näher über die Forschungsthemen zu informieren. Die Broschüre über das Auftaktjahr gibt Einblicke in die Arbeit des Kollegs. Dabei stehen Portraits von Fellows des Jahres 2009 im Mittelpunkt.

Anmeldung und kostenloser Bezug der Broschüre: Andreas Reichhardt, Forschungskolleg Humanwissenschaften, Am Wingertsberg 4, 61348 Bad Homburg, Tel: (06172) 13977-16, Fax: (06172) 13977-39, a.reichhardt@forschungskolleg-humanwissenschaften.de, www.forschungskolleg-humanwissenschaften.de

Ein Hinweis an die Redaktionen: Die Enthüllung der Spendertafel ist für 15.20 Uhr vorgesehen. Folgende Fellows und Wissenschaftler stehen Ihnen voraussichtlich für Gespräche zur Verfügung: Kenneth Baynes, Professor für Philosophie an der Syracuse University (USA), Forschungsthema: „Locating Discourse Morality or The Case for Moral Constructivism“; Fabian Freyenhagen, Dozent für Philosophie an der University of Essex/DFG-Forschergruppe „Justitia Amplificata“, Thema: „How to (not) do Political Philosophy: On Ideal Theory“; Peter Niesen, Professor für Politikwissenschaft an der TU Universität Darmstadt/Exzellenzcluster „Normative Ordnungen“, Thema: „The Normative Foundations of Transnational Citizenship. Border-Crossing Political Communication“; Shadi Sadr, Rechtsanwältin, Teheran, Thema: „Iranian Women’s Movement. Challenges and Opportunities“.

Information: Bernd Frye, (06172)13977-14, frye@forschungskolleg-humanwissenschaften.de