Stiftung ›Geld und Währung‹ fördert internationales Graduiertenkolleg

1,5 Mio. Euro über fünf Jahre für Doktorandenausbildung im Bereich ›Law and Economics of Money and Finance‹

Veröffentlicht am: Mittwoch, 20. August 2008, 00:00 Uhr ()

FRANKFURT. Nach einer öffentlichen Ausschreibung hat die Stiftung ›Geld und Währung‹ der Goethe-Universität den Zuschlag für ein englischsprachiges Graduiertenkolleg ›Law and Economics of Money and Finance‹ erteilt. Die Stiftung unterstützt damit eine moderne Doktorandenausbildung, mit der zugleich die wissenschaftliche Qualifikation der Teilnehmer und die internationale Wettbewerbsfähigkeit der Hochschulen gesteigert werden sollen. Der Großteil der Fördermittel – insgesamt 1,5 Mio. Euro über fünf Jahre – wird für Stipendien verwandt. In einem zweijährigen strukturierten Studienprogramm, das in dieser Form in Deutschland einmalig ist, vertiefen die Kollegiaten ihr Wissen aus dem vorangegangenen Studium; ein drittes Förderjahr dient dem Abschluss der Dissertation.

Das Graduiertenkolleg an der Goethe-Universität Frankfurt will mit seinem englischsprachigen Programm einen internationalen Teilnehmerkreis ansprechen und zugleich der internationalen Ausrichtung des Forschungsfeldes der globalen Kapitalmärkte Rechnung tragen. Deutsche Teilnehmer an diesem Programm erhalten so die Möglichkeit, sich in einem internationalen Umfeld in dem verbindlichen Kursprogramm neue rechtliche und ökonomische Fragestellungen im hochaktuellen Bereich von Law, Economics and Finance zu erarbeiten und mit anderen Doktoranden aus den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften zusammenzuarbeiten. Sie können sich mit einem rechts- oder wirtschaftswissenschaftlichen Studienabschluss (ausnahmsweise auch in einem anderen Fach) und guten englischen Sprachkenntnissen um eines der jährlich ausgeschriebenen fünf Vollstipendien mit einer Laufzeit von drei Jahren bewerben.

Die Stiftung ›Geld und Währung‹ verspricht sich von der Förderung wichtige Impulse für die Forschung in dem Themenkomplex Geld und Währung. Neben der Goethe-Universität bekommen auch die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und die Friedrich-Schiller-Universität Jena Mittel für ein gemeinsames Graduiertenkolleg ›Konstitutionelle Grundlagen globalisierter Finanzmärkte – Stabilität und Wandel‹. Mit den beiden interdisziplinär arbeitenden Graduiertenkollegs fördert die Stiftung insbesondere das Zusammenwirken von Rechts- und Wirtschaftswissenschaften.

Das Graduiertenkolleg in Frankfurt dokumentiert seinen hohen interdisziplinären Anspruch dadurch, dass jeweils fünf Hochschullehrer aus den Fachbereichen Rechtswissenschaft und Wirtschaftswissenschaften paritätisch mitwirken. Sie werden die Doktoranden bei der Anfertigung ihrer Dissertationen gemeinsam betreuen, am Lehrprogramm mitwirken und im Rahmen von Workshops, Tagungen und Diskussionsveranstaltungen zusammen mit Kollegen aus dem In- und Ausland die wissenschaftliche Zielsetzung des Graduiertenkollegs unmittelbar gestalten. Dazu die Rechtswissenschaftlerin Prof. Dr. Brigitte Haar, die gemeinsam mit dem Wirtschaftswissenschaftler Prof. Uwe Walz Sprecherin des Graduiertenkollegs ist: »Auf diese Weise kann sich die Goethe-Universität Frankfurt noch stärker zu einem Kristallisationspunkt kapitalmarktbezogener Forschung weiterentwickeln.«

Informationen zu Kursprogramm und Stipendien: Prof. Dr. Brigitte Haar, LL.M. (Univ. Chicago), Tel.: (069) 798-22186, bhaar@jur.uni-frankfurt.de) und Prof. Dr. Uwe Walz, Tel.: (069) 798-22752; uwe.walz @wiwi.uni-frankfurt.de).